Im Joballtag wimmelt es nur so von Überzeugungen, die fast keiner hinterfragt…
“10 Job-Mythen- Wer nicht alles glaubt, kommt weiter” schreibt Carola Kleinschmidt im Weblog von Jochen Mais “karriere-bibel“.
Der Beitrag stammt aus dem kürzlich geschriebenen Buch “My Way. Wie Frauen erreichen, was wirklich zu ihnen passt“.
Diese Job-Mythen sollte man(n)/frau hinterfragen:
1. Der Traumjob ist der ideale Job.
Nette Kollegen, totale Kreativität… Jeden Tag tolle Leute treffen… Nur noch das tun, was man liebt… Und automatisch denkt man: Wenn ich nur in meinem Job arbeiten könnte, dann wäre ich bestimmt glücklich! Die Realität sieht jedoch anders aus. Denn passende Job, der einen wirklich glücklich macht, findet man oft abseits dieser Idealvorstellungen.
2. Lücken im Lebenslauf sind der Tod für jede Bewerbung.
Die meisten haben irgendwo ein Loch, eine Phase der Arbeitslosigkeit oder eine Auszeit gehabt. Letztlich geht es nicht darum, alle Lücken zu verhindern oder zu verschweigen. Es lohnt sich, zu überlegen: Was habe ich in der Zeit gelernt, was für den Arbeitgeber, bei dem ich mich jetzt bewerbe, interessant sein könnte?
3. Was man mit 40 nicht erreicht hat, kann man nicht mehr nachholen.
Laut Statistik machen sich heute im Durchschnitt viele Frauen erst mit 42 Jahren selbstständig und eröffnen sich jenseits der 40 beruflich noch einmal völlig neue Wege. Noch vor wenigen Jahren lag das Durchschnittsalter bei 35. Auch immer mehr Männer wagen den Schritt zu etwas Neuem, wenn der alte Job langweilt, wegfällt oder die Interessen sich ändern.
4. Man muss sich immer weiter bilden.
Prüfen Sie unbedingt, welche Weiterbildung Sie wirklich brauchen. Erfragen Sie sich vom Unternehmen was gewünscht wird. Weiterbildung nur um der Weiterbildung Willen bringt nichts. Achten Sie darauf, dass die Aus- oder Weiterbildung wirklich Ihren Neigungen und Ihrem Niveau entspricht und Ihren Lebenslauf sinnvoll ergänzt.
5. Der Quereinstieg ist heute einfacher als früher.
Unternehmen stellen heute aus Effizienz lieber Menschen ein, die schon Vorerfahrungen haben. Wer also die Branche wechseln will, fährt am besten über persönliche Kontakte. Carola Kleinschmidt meint: Der Weg über eine Unternehmensberatung könnte, wenn Sie etwas ganz neues suchen, interessant für Sie sein.
6. Was im Job zählt, ist Leistung.
Nicht nur gute Leistungen zählen. Wer sich gut darstellen kann, hat Vorteile. Investieren Sie den Besuch eines Präsentations- oder Bewerbungstrainings. Damit jeder sieht was Sie können und leisten wollen.
7. Vitamin B haben andere, nicht ich.
Gute Kontakte und Informationen sind der Trumpf unter den Job-Wegbereitern. Kontakte auf ehrliche Art zu nutzen, heißt ganz einfach, dass man sich damit den Weg etwas ebnen kann.
8. Selbstständigkeit ist nur etwas für Mutige.
Mut ist jedoch nur einer von vielen Erfolgsfaktoren der Selbstständigkeit. Heute zählt vor allem eine gute Geschäftsidee, die Marktpotenzial hat und die zu den eigenen Fähigkeiten passt. Netzwerken und sich mit Gleichgesinnten austauschen erleichtert einen guten Start in die Selbstständigkeit.
9. Ich bin zu erschöpft von der vielen Arbeit.
Bringen Sie Rhythmus und ein Gefühl für die eigene Leistung in den Joballtag. Eine Aufgabe nach der anderen erledigen, statt ohne Überblick alles gleichzeitig abarbeiten zu wollen. Planen Sie den Tag mit Struktur. Sie haben dadurch das Gefühl, das Wichtigste selbst festgelegt zu haben.
10. Kind und Karriere sind kaum zu schaffen.
Kind und Karriere sind mit einer guten Planung machbar. Klare Absprachen mit ihrem Partner und dem Chef erleichtern es einem um vieles. Planen macht glücklicher, schreibt Carola Kleinschmidt.
Zu Punkt 3. Mit 40 darf man auch darüber nachdenken, ob die alten Ziele es überhaupt Wert sind, dass man für das Erreichen möglicherweise weitere 20 Jahre verschwendet.
Dem kann ich voll zustimmen. Es hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Ich kenne einige Beispiele wo Menschen um die 60 erfolgreich etwas Neues begonnen haben.