Vom Umgang mit “Ärgernissen”
Jeder kennt sie, die Verseucher der Lebensfreude, die Bakterien des Unbehagens, die sich ausbreiten wie Windpocken in Kinderjahren. Tische ab- und aufräumen, Dinge ordnen, einschlichten, umschlichten, aussortieren, alte Papiere in eine andere , und Neue in die alte Lade, mit Wahrscheinlichkeit ver_legen.
Immer und ständig sind wir auf der Suche nach neuen Banalitäten, nach Quellen, neuen, sinnlosen Mühsals, oder nach einer noch schlafenden Lust danach.
Verklärt in dem Glauben Ruhe zu finden, infizieren wir uns selbst, und zwar der Reihe nach, mit allen Reinkulturen der Alltäglichkeit. Durch unseren verschärften Blick tut eine kleinste Welt sich auf, die unsere Große dadurch verpestet.
Wir werden aufgefressen von den Dingen die uns quälen, seien es Müll-oder Wäscheberge, verblichene Gardinen, Flecken im Teppich, offene Zahnpastatuben, oder volle Katzentoiletten. Sie kommen im Schwadron angeflogen, wie Mücken aus Malariasümpfen im Kongo.
Diese Schwärme von Wichtigkeiten, die jeder hat und keiner brauch, entstanden unter langen Suggestionen, keinem bestimmten Bedürfnis entsprungen, als dem eines Billigwarenverkäufers, das Leben belastend, ohne es zu bereichern.
Doch es soll uns mit Freuden erfüllen, denn gibt einen geheimen „Knigge“ mit Banalitäten umzugehen, ja, eine übliche und eine Erleuchtete Art und Weise. Träumt nun von Heilung, denn es gibt sie, die Impfung gegen unbewusste Inkaufnahmelust. Wisst ihr, die Dinge quälen uns nur deshalb so, weil wir sie wie sture Esel behandeln.
Warum streben wir ständig nach ewigem Abschließen, Beenden und Abhaken vom Alltagstun? Weil diese banalen Schurken uns ihr schlechtes Gewissen aufdrängen, peinlich und hässlich zu sein. Sie zeigen sich uns in vielen Masken, getarnt als Unordnung, Staub am Luster, in verschlafenen Betten, in offenen Toilettenbrillen, doch zuletzt sind es nur inkarnierte Wesen unseres eigenen Geistes.
Wenn wir nun denn studieren, auch im kleinsten Verkehr mit ihnen höflich zu bleiben, hören sie von selber auf töricht zu sein.
Mehr Drill im Bewusstsein, mehr Fitness im Geist und just rücken kleine Vorteile an Zeit, im Ringen mit ihnen von allein herbei, weisen sich als echte Erlöser aus.
Die menschliche Seele hat keine Fenster zum lüften, deshalb tut der putzende Blick nach innen not zum Schutz vor Selbstverseuchung an Gewohnheit.
Nun denn jeder neue Tag, ist ein neuer Anfang
Alles Liebe Eure Dee
Doreen Anette Ullrich – Mental-Management & Braincoaching