Bei einer massiven Bedrohung reagieren wir mit Angst. Unser Furchtverhalten ist entwicklungsgeschichtlich sehr alt und oft genug überlebenswichtig. Doch bei manchen Menschen treten Angstreaktion wiederholt unangemessen stark oder aus unpassendem Anlass heraus auf. Sie leiden unter Angst oder Zwangserkrankungen.
Hans-Christian Pape vom Institut für Physiologie der Universität Münster erforscht die neurologischen Prozesse der Angst um sie besser verstehen zu können.
Sind wir in einem Angstzustand, so feuern Hunderte von Nervenzellen in einem synchronen Muster. Wiederholt sich diese Aktivität zu oft und ist die Angst zu groß, so kann sich das Muster ins Gehirn einbrennen. Ein Furchtgedächtnis entsteht, und schon bei einem kleinen Anlass reagiert das Gehirn panisch.
Film: “Die Spur der Angst“
Aufbauend auf den Erkenntnissen von Hans-Christian Pape können nun gezielt mentale Strategien und Therapien gegen Angsterkrankungen entwickelt werden. Für seine wegweisenden Arbeiten erhielt er am 19.11.2007 den Max-Planck-Forschungspreis.